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Unsere Geschichte seit 1921
Geschichte des Kegelclubs „Goude Kerle“
Im Winter 1920/21 trafen sich im „Kaiser Café“, Paradeplatz/Ecke Fahrstraße, regelmäßig junge, zum Teil aktive Mitglieder des Hanauer Fußballvereins 1893 am Stammtisch. Aus der Historie wissen wir, daß vielfältige Themen diskutiert wurden. Ein Thema interessierte dabei besonders:
„ Wie denkt jeder einzelne über die Gründung eines Kegelklubs? “. Bereits im Januar 1921 war die Idee „ Kegelklub “ so weit gediehen, daß sich die jungen Männer Emil Heildorf, Karl Hornung, Gustav Pahl, Oscar Kessebuch, Georg Rothard, Willi Kress, Heini Krieger und Karl Böttger mit gesellschaftlichem Kegeln den Kameradenkreis erhalten wollten. Da aber gut Ding Weile haben will, dauerte es bis zur Gründung eines Kegelklubs noch gut 2 Monate. Vorher gab es erst noch einen Lokalwechsel. Genau am Freitag den 18.03.1921, im „Gasthaus“ zum Elefanten“ in der Frankfurter Straße, war es dann soweit. Hier erfolgte auch die Namensgebung, und zwar durch den Vater des späteren Zahnarztes und 1. Vorsitzenden Oscar Kressebuch, indem er die jungen Leute auf echt hanauerisch mit „Na, ihr goude Kerle“ begrüßte. Von nun an trafen sich die begeisterten Kegler zum regelmäßigen geselligen Beisammensein im „Braustübel“, Gärtnerstraße, unter ihren Namen „Goude Kerle“ an jedem Donnerstag um 8 Uhr abends. Bald spürten die jungen Männer über das Gesellige hinaus den sportlichen Anreiz. Und bereits 1926 traten die „Goude Kerle“ dem 1925 gegründeten Hanauer Kegelverein bei. Sportliche Erfolge blieben nicht aus Serienweise stellten die „Goude Kerle“ Hanauer Pokal- und Vereinsmeister. Auch über die Grenzen Hanaus hinaus wurden die Vereinsfarben würdig vertreten. Ernst Hartmann, seit 1929 Mitglied, errang 1932 bei den deutschen Meisterschaften in Breslau den 6. Platz. Willi Berger, Mitglied seit 1928, errang 1936 bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen einer Massenveranstaltung von 8000 Keglern den 16. Platz. Im Sportjahr 1938/39 erzielte die Mannschaft der „Goude Kerle“ den Gaumeistertitel. Erfolge, die sich sehen lassen konnten, die Mut machten und auf die man zu Recht stolz war.
Neben den bereits erwähnten Klubmitgliedern E. Hartmann und W. Berge bereicherten in den Jahren 1929 bis 1939 noch folgende Mitglieder das Klubleben: Karl Uloth, Louis Steiner, Adam Schmidt, Friedel Knell, Willi Fuß, Willi Müller, Jean Grünewald, Rudi Glund und Willi Mickler. Sogar während des Krieges wurde wöchentlich gekegelt. Wenn es auch nur 6-7 treue Freunde waren – sie hielten durch. Nach 1945 war der „Kegelwille“ ungebrochen. Zunächst gab es gezwungenermaßen eine Atempause. Einige Klubkameraden waren noch nicht wieder in Hanau und diejenigen, die bereits in Hanau leben konnten, hatten primär andere Sorgen. Hinzu kam, daß Hanaus Kegelbahnen zerstört waren. Also suchten die kegelbegeisterten „Goude Kerle“ Oscar Kressebuch, Ernst Hartmann und Karl Hornung nach Ausweichmöglichkeiten in der Hanauer Umgebung. Sie fuhren bis Mühlheim und Frankfurt-Riederwald zum Kegeln, bis es die Reichsbahn schließlich erlaubte, die Kegelbahn am Westbahnhof zu benutzen. Diese war aber auch teilweise beschädigt und die Kegelbahn infolgedessen feucht. Deshalb waren die „Goude Kerle“ froh, als die Dunlop-Bahnen 1949 fertig und bespielbar wurden. Aber auch dort kegelten die „Goude Kerle“ nur bis die „Braustübel“-Bahnen in der Gärtnerstraße wieder hergerichtet waren. Das war 1952. Damals mußte noch jeder, der kegeln wollte, durch die Trümmer des zerbombten Vorderhauses gehen, um die Kegelbahn zu erreichen. Jedes Mal beim Passieren des alten Hausganges gab es Gänsehaut und die Bedenken, ob die Steine wohl noch halten würden. Anschließend, auf der Kegelbahn, war dieses Gefühl dann schnell vergessen. Jeder fühlte sich so richtig als „Kegelpionier“. Besonders dann, wenn sich nach starken Regen kleine Rinnsale auf den Bahnen bildeten. Möglicherweise haben auch solche Randerscheinungen mit dazu beigetragen, daß die Klubgemeinschaft wuchs und sich festigte. Unverdrossen gingen die „Goude Kerle“ ihren Weg. Das gesellschaftliche Klubleben blühte auf, und zwar in dem Maße, wie sich die soziale Absicherung der Bürger von Jahr zu Jahr entwickelte .
Neue Mitglieder wie Wilhelm Loßberger, Dr. Fritz Rumpf, Werner Maurer, Adolf Henning, Heinz Steinmetz, Wilhelm Schmidt, Theodor Dornhecker und Ludwig Reich kamen hinzu. Das Klubleben pulsierte. Offensichtlich waren die 50er Jahre, die als Aufbaujahre am Beginn des sogenannten „Wirtschaftswunder“ standen, auch ein guter Nährboden für die Klubgeselligkeit. Viele Menschen erhofften sich damals durch Vereinsbeitritt den gewünschten gesellschaftlichen Kontakt. Damals gab es viele Klubinteressenten, aber nur wenige konnten Mitglied werden . Erstens befolgte der Vorsitzende strikt ein Mitgliederlimit von max. 15 Personen und zweitens durfte es bei der Abstimmung über die Aufnahme keine Gegenstimmen geben. Auf diese Weise sollte die über alle Maßen geachtete Geselligkeit abgesichert werden. Heute zeigt uns diese Vorsicht, daß auf das gesellschaftliche Zusammenleben größerer Wert gelegt wurde und die sportlichen Erfolge quasi nur Nebeneffekt waren. Diese Einstellung änderte sich erst 1960, als Adolf Henning 3. Deutscher Meister bei den Senioren wurde und Theodor Dornhecker sich für die Deutsche Meisterschaft in der Männerklasse qualifizieren konnte. Von diesem Zeitpunkt an wurde den sportlichen Leistungen – bezogen auf den Stellenwert im Klubgeschehen, eine größere Bedeutung beigemessen. Da wurden dann schon einmal Mannschaftsaufstellung und Einzelergebnisse am Kegelabend diskutiert und auch der jeweilige Tabellenstand der Mannschaft fand größeres Interesse. Und dies, obwohl weiterhin gesellschaftliche Höhepunkte zuhauf das Klubleben bereicherten. Ein weiterer Grund war, daß sich Klubmitglieder beim Verein der Kegler Hanau und im Hessischen Keglerverband aktiv organisatorisch engagierten. Persönliches Engagement hat es zu allen Zeiten bei den „Goude Kerle“ gegeben. Ein bißchen Stolz war man immer schon auf den Namen „Goude Kerle“ und jeder entwickelte auch Ehrgeiz, der Bedeutung dieses Namens gerecht zu werden und ihn in Ehren zu halten. Der Klub war dadurch schon lange eine feste Größe im Hanauer Kegelverein.
So war es dann auch selbstverständlich, daß sich die „Goude Kerle“ dem Hanauer Verein anschlossen, als im Jahre 1963 der große Umzug vom „Braustübel“ in die Kegelgroßsporthalle Hansa-Haus am Hauptbahnhof stattfand. Wenn dabei auch die liebgewonnene Gemütlichkeit, die das Heim in der Gärtnerstraße zweifellos bot, verloren ging, so haben sich die „Goude Kerle“ doch schnell und gut in der neuen Umgebung eingelebt, zumal es mit neuen Mitgliedern in den 60ern sportlich weiter bergauf ging. Helmut Bendrich, Philipp Keinz, Wilhelm Schales, Alfred Nientit, Manfred und Hans Mickler, Fritz Winnen und Ottmar Freppon bedeuteten in mehrfacher Hinsicht eine Bereicherung des Klublebens. So entwickelte sich der Club im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer weiter. Auch am Hessischen Keglerverband ging die Entwicklung nicht spurlos vorüber, was sowohl die organisatorischen Reformen als auch die Bemühungen um größere Anerkennung im DSB bewiesen. Im Rahmen einer solchen Neuordnung trat der Verband 1971 mit der Forderung an die „Goude Kerle“ heran, sich einen anderen Namen zu geben- „Goude Kerle“ sei nicht sportlich genug . Wenn man die Klubgeschichte kennt, kann man sich gut vorstellen, welche Entrüstung und lange Debatten dieses Ansinnen damals auslöste. Denn auf diesen Namen, so die einhellige Meinung, wollte keiner verzichten. Schließlich entschied man sich für eine Abkürzung des bisherigen Namens und nannte sich fortan offiziell GK 21. Offensichtlich war diese Kürzel dann sportlich genug. Anfang der 70er Jahre gewann die 1. Mannschaft von GK 21 in der Aufstellung Philipp Keinz, Hans und Manfred Mickler, Fritz Winnen und Theo Dornhecker durch sehr gute Kegelergebnisse über die Kreisgrenze hinaus zunehmend Anerkennung und Respekt. 1975 konnte sich GK 21 mit dem neuen Mitglied Herbert Abig verstärken und so seinen Platz in Hessens Kreisklasse festigen. In dieser Zeit fanden auch immer ein oder zwei
GK 21 Kegler in der Hanauer Vereinsauswahl Berücksichtigung. Von nun an war es auch nicht mehr eindeutig, ob die fröhlichen Kegelabende die kegelsportlichen Leistungen beflügelten oder umgekehrt. Eines stand fest: Die Gemeinschaft stimmte weiterhin und erfüllte, wenn auch im kleinen Kreis, ihren gesellschaftspolitischen Zweck.
Geschichte des Kegelclubs "KSC Jahn 1951 Hanau"
Im November 1951 erwachte in einer kleinen Gruppe junger Männer plötzliches Kegelinteresse. Angeregt durch den Zahnarzt Oscar Kressebuch, der zu diesen Zeitpunkt Sportwart im Hanauer Kegelverein war, entschlossen sich die Herren Helmut Schmidt, Walter Bierwirt, Willi Söder, Hans Ritterhausen, Ludwig Storch, Jean Wieland und Adam, den Versuch zu wagen, regelmäßig zu kegeln. Diese Bewegungsart hatten sich die Kameraden ausgesucht, denn damit hatten sie sich angefreundet. An Sportkegeln zu denken kam zunächst niemanden in den Sinn. Gesellig beisammen sein, das war das Motto. Aus diesem Grund waren oft auch die Ehefrauen mit von der Partie. Besonders als Ende der 50er Jahre die Kegelbegeisterung einiger nachließ, freute man sich über das ungebrochene Interesse der Spielerfrauen. Diese kurze Durststrecke war jedoch Anfang der 60er Jahre, als Willi Franz mit Sohn Manfred, Johann Franz mit den Söhnen Hans-Jürgen und Karl-Heinz sowie Heinz Liebing zum Klub kamen, überwunden. Langsam keimte dann die Lust, sich am Sportkegeln zu beteiligen. Nachdem der KSC Jahn Anfang der 60er Jahre von der Jahnturnhalle in das Keglerheim Braustübel, Gärtnerstaße umgezogen war, wuchs der Reiz sich sportkeglerisch mit anderen Klubs zu messen. Aus diesem Drang resultierte 1964 der Antrag zur Mitgliedschaft im Keglerverein Hanau und Umgebung. 1965 folgte der „Jahnklub“ dem Hanauer Keglerverein in die inzwischen eingeweihte Kegelhalle Hansa-Haus am Hauptbahnhof. Neue Kegler wie zum Beispiel Hans-Jürgen Schmidt, Horst Bruckmann, Heinz Sagerer und Dieter Tischberger kamen hinzu. Eine kegelsportlich schlagkräftige Truppe bildete sich und auch Kegler des KSC Jahn kamen zu Ehren. 1967 wurde Horst Bruckmann Hanauer und Hessischer Meister sowie deutscher Vizemeister in der Versehrtenklasse. Insbesondere die jungen Mitglieder profilierten sich nach und nach. 1968 wurde Manfred Franz Hanauer Jugend- und Hessischer Vizemeister. Hans-Jürgen Schmidt wurde 1970 Hessischer Jugendmeister und belegte bei der Deutschen Jugendmeisterschaft den 4. Platz.
Die Hanauer Vereinsmeisterschaft 1972 errang Karl-Heinz Franz und belegte bei den Landesmeisterschaften den 11. Platz Zahlreiche „Jahn-Spieler“ wurden zu dieser Zeit in den Vereinsmannschaftskader berufen. Hier konnte 1969
Hans-Jürgen Schmidt als Aktiver und Karl-Heinz Franz als Trainer und Betreuer mit der Jugend-Vereinsmannschaft die Deutsche Vizemeisterschaft gewinnen. Es gab während dieser Zeit aber nicht nur in den Einzelwettbewerben Erfolg. So konnten die Klubmannschaften vom KSC Jahn zahlreiche Pokalwettbewerbe gewinnen. Zur gleichen Zeit schlossen sich mit Armin Röder, Klaus Bender und Gerhard Emmert noch weitere gute Kegler dem Klub an. Bei den Klubmeisterschaften 1969 kamen die ersten Erfolge 1969 mit dem Gewinn der A-Klassenmeisterschaft und 1970 folgte dann die Hanauer Ligameisterschaft. Mitglieder unseres Klubs waren aber nicht nur sportlich erfolgreich, sondern übernahmen auch Verantwortung in den Sportorganisationen. So waren vom Ende der 60er Jahre bis heute ständig Mitglieder vom KSC Jahn im Vereinsvorstand des Hanauer Keglervereins aktiv. Erwähnt werden sollen hier Karl-Heinz Franz, Armin Röder sowie Hans-Jürgen Franz. Zu den ersten Fachübungsleitern und B-Trainern in Hessen gehörten auch die Sportkameraden Karl-Heinz und Hans-Jürgen Franz sowie Armin Röder. Zu Schiedsrichtern wurden Johann und Karl-Heinz Franz sowie Gerhard ausgebildet.
Johann Franz wurde zum Mitglied im Ehrenrat des Hanauer Kegelvereins berufen. Schließlich war Karl-Heinz Franz von 1978 bis 1984 Sportwart des Hessischen Kegler- und Bowling Verbandes und ist seit 1978 Kreisfachwart im Sportkreis Hanau. Zu Beginn der 70er Jahre änderte sich der Kegelsport. Wurden bis dahin die Wettkämpfe der Klubmannschaften auf Vereinsebene durchgeführt, so wurden sie nunmehr auf regionaler und Landesebene organisiert. Auch hier war die Mannschaft von KSC Jahn nach
Olympia/TSV 1860 die 2. Hanauer Klubmannschaft, die sich für diese Wettkämpfe qualifizierte. Die neue Organisationsform hatte eine Veränderung des Kegelsports zur Folge. Es wurde leistungsbetonter, leistungsbewußter und zwangsläufig athletischer.
Der Deutsche Kegelbund hatte dies rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Landesverbänden eine bundesweit gültige Klasseneinteilung vorbereitet. Von dieser neuen, zukunftsorientierten Umorganisation erhielten einige unserer Mitglieder durch ihr Engagement in der Sportorganisation frühzeitig Kenntnis. Es war vorgesehen, die Mannschaften von 5 auf 6 Spieler und die Leistungsstrecke von 100 auf 200 Kugeln pro Spieler zu erhöhen. Für einen Klub mit 15 Mitgliedern waren diese Anforderungen kaum zu bewältigen, ganz abgesehen von den finanziellen Aufwendungen, die durch die größeren Entfernungen zu den Wettkämpfen erforderlich wurden. Angesichts dieser Perspektiven entschloß sich der Klub einen adäquaten Partner für eine Fusion zu suchen. Dieser war schnell in dem gleichgroßen Klub von „GK 21“ gefunden. Erste Sondierungen fanden auf einer Fahrt nach Belgrad zu einem Pokalturnier der Vereinsauswahlmannschaften statt. In offiziellen Verhandlungen wurden Vereinbarungen zur vorübergehenden Gründung einer Spielergemeinschaft, die in eine Fusion münden sollte, getroffen. Zwischenzeitlich gelang es der KSC Jahn Mannschaft 1976 die Hessische Kreisklassenmeisterschaft zu erringen und in die Bezirksklasse, die zweithöchste Klasse Hessens, aufzusteigen. Am Ende der laufenden Sportsaison 1977, in der die Spieler Manfred Franz, Hans-Jürgen Schmidt, Rudolf Schmidt,
Karl-Heinz Franz, Hans-Jürgen Franz und Klaus Bender die Qualifikation für die höchste hessische Spielklasse erreichten, war die Spielgemeinschaft unter Dach und Fach. Heute mit der Erfahrung einer gemeinsamen langen Wegstrecke mit GK 21 wissen wir, daß es eine gute Lösung war. Daß es zudem auch noch der Klub gewesen ist, dessen Ehrenvorsitzender Oscar Kressebuch sozusagen Taufpate von KSC Jahn war, ist eine wissenswerte Abrundung und rein zufällig. GK 21 stellte sowohl in sportlicher als auch in kameradschaftlicher Hinsicht eine gute Ergänzung zum KSC Jahn dar. Damit wurde ein Grundstock gebildet und ein Weg bereitet, der zu großen sportlichen Hoffnungen berechtigte.
Von Anfang an zeigte sich, daß ein zufriedenstellendes Reservoir guter Kegler für drei Mannschaften zur Verfügung stand. Deshalb kam es zunächst darauf an, die richtigen Mannschaftsaufstellungen für die im Herbst beginnende Punktrunde zu finden. Sehr geholfen hat dabei die Einsicht eines jeden Klubkameraden, hierfür das Leistungsprinzip zu wählen. Schließlich kam es darauf an, von Anfang an eine klare Linie zu fahren, um keinen Unfrieden aufkommen zu lassen. Denn alle wußten, daß das Sportjahr 1977/78 vom Deutschen Keglerbund zum Schlüssel- oder Basisjahr für die Klasseneinteilung der Zukunft werden sollte. Für GK Jahn 1921 war es das auch. Kegelsportlich gesehen war die Fusion ein Volltreffer. Auf Anhieb wurde in einer der drei Qualifikationsgruppen überzeugend der erste Platz belegt. Die fällige Meisterschaftsfeier in der Stadthalle Hanau stand unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg“. Die drei Gruppenersten ermittelten dann untereinander die beiden Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft in Augsburg. GK Jahn 1921 wurde hessischer Vizemeister und anschließend in der Aufstellung Herbert Abig, Manfred Franz, Karl-Heinz Franz, Hans-Jürgen Schmidt, Hans-Jürgen Franz und Theo Dornhecker neunter in Augsburg. Mit diesem Erfolg war gleichzeitig die Zuordnung zur 2. Bundesliga Nord verbunden. Erfahrungsgemäß weckt eine solche Leistung das Interesse guter klubfremder Kegler, anschluß zu suchen. So war es auch hier. Schon im ersten Bundesligajahr konnte GK Jahn 1921 mit Jochen Laßmann, damals Mitglied des Nationalkaders und mit der Empfehlung mehrerer Auszeichnungen auf Landesebene, sowie mit Claus Link den Spielerkreis erweitern. Ausgerüstet mit einem Keglerpotential, das Hanau in einen Klub bis zu diesen Zeitpunkt nicht kannte, konnte die erste Bundesligarunde eingeläutet werden. Für den 200 Kugel – Wettbewerb, der von nun an obligatorisch war, standen folgende Kegler zur Verfügung:
Jochen Laßmann, Hans-Jürgen Schmidt, Hans-Jürgen Franz, Theo Dornhecker, Claus Link, Herbert Abig, Manfred Mickler, Karl-Heinz Franz, Hans Mickler, Manfred Franz, Wilhelm Schales, Armin Röder, Klaus Bender und
Gerhard Emmert.
Für das 100 Kugel – Spiel der 3. Mannschaft standen zur Verfügung: Rudolf Schmidt, Harald Franz, Heinz Czurlok, Fritz Winnen, Johann Franz, Alfred Nientit, Ottmar Freppon, Jens Röder, Rudi Glund, Eugen Weisenstein und Helmut Schmidt. Heute zwei Jahrzehnte später wissen wir, erfolgreiche Zeiten standen dem aktiven Verein bevor. Hanau wurde viele Jahre in der 2. Bundesliga würdig vertreten. Die kegelsportlichen Leistungen unseres Vereins wurden von nahezu allen Kegel-interessierten in Hanau und den Main-Kinzig-Kreis aufmerksam verfolgt. Ohne es zu wollen, gerieten wir für Sportkegler in die Rolle einer Vorbildfunktion für das Gebiet Hanau und Umgebung. Einerseits spornte diese Position unsere Leistungsträger an, anderseits wurde „GK Jahn“ aber auch interessant für neue, junge und leistungswillige Kegler. Neuzugänge konnten nicht ausbleiben


